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Kunst im Stadl

Sepp Laubner „50 Jahre für die Kunst“

Untere Hauptstraße 41 -Eingang Burggasse
7061 Trausdorf

Sepp Laubner

1949-2020
50 Jahre für die Kunst

„Sepp Laubner gilt als der bekannteste und erfolgreichste Maler der mittleren Generation im Burgenland. Für seine hauptsächlich abstrakte Malerei kann und konnte er stets ein verhältnismäßig großes Publikum interessieren“, beschreibt Kulturjournalist Dr. Günter Unger Laubners Werk.
Laubners Bilder sieht Unger als „kunstvolle Verschleierungen durchaus realer Sehnsüchte und Begierden, stilisierte Masken männlichen Begehrens, spannungsgeladene Kompositionen, an denen sich erotische Phantasien entzünden können.“
Geboren wurde Laubner 1949 in Eisenstadt. Nach seiner Matura folgte 1969 das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Bereits 1971 wurde er mit dem Fügerpreis der Akademie ausgezeichnet. Es war die erste vieler weiterer Auszeichnungen, wie etwa auch der Burgenlandstiftung-Theodor-Kery. 2019 folgte schließlich die Verleihung des Kunstpreises des Landes Burgenland.
Ausstellungen führten den Maler von sämtlichen österreichischen Hauptstädten und Kunstforen, allen voran dem Wiener Museumsquartier, auch nach New York (Art Expo), auf die Art Frankfurt, die Art Basel, in den Palazzo Abrizzi nach Venedig oder Mechelen, Brüssel, Trnava und nach Bayreuth.
Trotz internationalen Erfolgen und weiten Reisen kehrte Laubner stets bewusst und gerne ins Burgenland zurück. Seine Heimat war für Ihn mehr als ein Zuhause. Sie war Quelle der Inspiration, Kraftplatz und Ruhepol. „Burgenland, mon amour“ war nicht nur Titel zweier Ausstellungen und eines Kunstkalenders, sondern de facto gelebte Leidenschaft. 1976 gründet er visionär und mutig mit Robert Schneider die Cselley-Mühle, als bis heute einzigartiges Kultur- & Aktionszentrum.
Viermal stellte er in der burgenländischen Landesgalerie aus. Nach 1982, 1991 und 2004 folgte 2021 die Retrospektive „Laubner – 50 Jahre für die Kunst“. Diese Ausstellung zeigte eindrucksvoll die immense Schaffenspalette Laubners. Von seinen Anfängen, von seltenem Gegenständlichen, über abstrahierte Akte bis hin zu seinen überw.ltigenden Großformaten. Die Vernissage sollte ohne den Künstler stattfinden. Laubner, der noch an der Planung beteiligt war, erlag wenige Monate vor der Eröffnung seinem Krebsleiden.
Seine Bilder beschreibt Kunsthistorikerin Angela Holzhäuer als „Synthese rationaler Ordnung und sinnlich emotional erfahrbarer Farbe“. Sie wirken in öffentlichen Institutionen und namhaften Betrieben gleichsam wie in unzähligen Privathaushalten, weit über seinen Tod hinaus. Die Einzigartigkeit und Besonderheit seiner Arbeit zu erhalten und in seinem Sinne fortzuführen sehen Witwe Gabriela, sowie seine Tochter Ina als selbstverständlichen Auftrag.

Rückfragen:
Ina Laubner, BA
ina@laubner.cc
0664 3506015