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Kunstorte Nordburgenland
Sonntag, 26. April 2026
Samstag, 25. April 2026
10:00-18:00
Sonntag
Freilichtmuseum Wander Bertoni & Eiermuseum

Sonderausstellung zu den polychromen Werken Bertonis und zu seinem Zyklus "Das Imaginären Alphabet" Dauerausstellung zum Gesamtwerk des Bildhauers Wander Bertoni und Dauerausstellung im Eiermuseum im Freilichtmuseum Wander Bertoni

Im Freilichtmuseum Wander Bertoni befindet sich die größte öffentlich zugängliche Privatsammlung des Bildhauers (1925–2019): rund 400 Skulpturen sowie zahlreiche Gipsmodelle und Grafiken. Ergänzt wird sie durch das Eiermuseum mit ca. 4.000 Exponaten.

Gritsch Mühle 1
7092 Winden am See

Das Freilichtmuseum Wander Bertoni in Winden am See nimmt eine Solitärstellung in der burgenländischen Kulturlandschaft ein. Es erstreckt sich auf römischem Kulturboden über mehrere Hektar und beherbergt am Ort der sogenannten Gritsch Mühle die größte zu besichtigende Privatsammlung zum österreichischen Bildhauer Wander Bertoni (1925–2019). Rund 400 Skulpturen, unzählige Modelle und Grafiken sind hier im nordburgenländischen Winden am See in einem architektonisch einzigartigen Ensemble – bestehend aus dem historischen Bauwerk der Wassermühle mitnordseitiger Galerie, aus Skulpturenpark und Ausstellungspavillon, sowie der Freilichtanlage mit den Großplastiken –versammelt. Eine weitere Besonderheit lässt sich hier entdecken – ein Eiermuseum mit rund 4.000 Exponaten aus der ganzen Welt, das den Künstler als Kunstsammler in den Mittelpunkt stellt. Anschaulich präsentiert wird Bertonis Eiersammlung in dem gläsernen Bauwerk von gaupenraub+/-, das mit dem Architekturpreis des Landes Burgenland 2010ausgezeichnet wurde. Wander Bertoni gilt als einer der letzten großen Bildhauer Österreichs nach 1945. Er war Schüler von Fritz Wotruba an der Akademie für bildende Künste, Gründungsmitglied des legendären Wiener Art Club und forcierte zusammen mit Künstlerkolleg:innen wie Biljan-Bilger, Pillhofer, Leinfellner, Lehmden, Mikl u. a. den Aufbruch der Kunst nach 1945. Der Bildhauer, der als 40-jähriger an die Hochschule für angewandte Kunst berufen wurde, schuf ein umfangreiches und unverwechselbares Oeuvre, das durch seine Formensprache und Materialvielfalt besticht. Er nahm an zahlreicheninternationalen Biennalen (Venedig, Brüssel, São Paulo), an Ausstellungen im In- und Ausland teil und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, wie 1991 das Große Ehrenzeichen des Landes Burgenland. Seine Werke sind weltweit im Besitz von privaten Kunstsammlern, wie auch von öffentlichen Einrichtungen und werden am internationalen Kunstmarkt gehandelt.

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