
Künstler*innen Nordburgenland
Sonntag, 26. April 2026
Samstag, 25. April 2026
10:00-18:00
Sonntag
Josef Danner, Archiv
Malerei, Grafik, Zeichnung
Im Atelier des 2020 verstorbenen Künstlers werden Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden gezeigt.
Römerstraße 7/1
2424 Zurndorf/Friedrichshof
office@josefdanner.com
+43 699 100 05 218
www.josefdanner.com

Josef Danner lebte von 1955 bis 2020, davon 20 Jahre im Burgenland. 1974 zog er von seiner Geburtsstadt Amstetten nach Wien um Deutsche Philologie, Geschichte und Philosophie zu studieren, es zog ihn jedoch zur Kunst. In den 80er Jahren war er Schlagzeuger der legendären Künstlerband 'Molto Brutto‘, in der auch Gunther Damisch und Gerald Rockenschraub spielten. Herbert Brandl zählte zu seinen engsten Freunden und Danner begann sich theoretisch und praktisch intensiv mit Malerei auseinanderzusetzen. Er wurde von Peter Pakesch entdeckt und den ‚Neuen Wilden‘ zugeordnet.
Josef Danner setzte sich in all seinen Arbeiten intensiv mit formalen, technischen sowie inhaltlichen Fragen auseinander. Er entwickelte eigene Techniken für Malerei und um Malerei mit Druck zu kombinieren, schuf große Zeichnungen, gestaltete Kunst am Bau Projekte sowie umfangreiche Plakatkunst-Serien.
In den 80er und 90er Jahren entstanden v.a. großformatige Malereien, angesiedelt zwischen gestisch-figurativer und kompletter Abstraktion, darunter ein Zyklus schwarzer und ab 2000 blauer Bilder. Ab den 90er Jahren empfand Danner informelle Malerei zunehmend als zu limitierend, um gesellschaftliche und politische Strömungen kritisch zu thematisieren. Er entwickelte seine eigene unverkennbare Bildsprache mit kryptischer Ikonografie und oftmals pointierten Texten,
gestaltete meist großformatige Arbeiten auf Leinwand, Papier und Plakatprojekte im öffentlichen Raum. Erst gegen Ende seines Lebens, er starb an Krebs, wandte er sich kurz wieder abstrakter Bildgebung zu. Werke des Künstlers befinden sich in renommierten internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen.



