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Übersicht Künstler*innen
Sylvia Galos

PopUp Atelier
Esterhazyplatz 6
Eingang Hauptstraße
7000 Eisenstadt

galos@me.com
+43 664 253 15 61
www.galos.at

Die 1934 geborene Künstlerin, Fria Elfen, lebt seit den 1960er Jahren im Burgenland, zunächst in St. Margarethen, dann in Breitenbrunn. Sie zeigt ihre Arbeiten in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland seit den 1960er Jahren, war an Kunstmessen und Symposien beteiligt. Sie erhielt den Burgenländischen Landeskulturpreis für Bildende Kunst und im Vorjahr den Kery Preis.
Wenn Fria Elfen figurale Elemente in ihr bildliches Zeichenrepertoire aufnimmt, handelt es sich um wenige, aber sehr sorgfältig und pointiert gewählte, meist fotographische Motive mit symbolischer Bedeutung: Bäume, Erdschollen, Wasser, Pflanzen, Gesichter, Augen und Hände. – Diese tauchen in verschiedener Weise immer wieder in den Arbeiten auf. Der Vorrat figuraler Ausdrucksmittel ist bewusst begrenzt, die Überlegtheit der Verwendung tritt dadurch umso deutlicher zutage.
Die strenge Wahl der Mittel kennzeichnet ihr gesamtes Werk. Die Farbpalette wird äußerst sparsam eingesetzt: schwarz/weiss, Blau- und Pastelltöne. Jede kleine Einzelheit ist bedeutsam. Fria Elfens Arbeiten entstehen in einem kontemplativen Entstehungsprozess durch wiederholtes Anschauen, Umstellen, Hinzufügen und Wegnehmen.
Reduktion, Langsamkeit und Ruhe erfahren auch Betrachter_innen – und stehen im Kontrast zu den schnellen und lauten Sinnesreizen unserer technisierten Umwelt.
Bestimmend ist auch das Einbeziehen von einzelnen Wörtern, Sätzen und Textzitaten, aus denen Einzelwörter als Kristallisationspunkt herausleuchten, an die sich Konnotationen, Gedankenverbindungen knüpfen. “Wirf keinem Deiner Wörter Erinnerungen zu, die es verfärben”. Das Schriftbild ist nicht immer klar, leicht lesbar – manchmal erscheint es verschwommen, leicht verwischt, überschnitten, fragmentiert. Dies löst die Spannung des Erahnens aus, provoziert zum genauen Schauen. Das Schriftbild wird mit der Gesamtkomposition verwoben, man wird gezwungen, das Ganze zu erfassen und nicht nur den typographischen Teilbereich. Mit dem sprachlichen Inhalt ist es ähnlich wie mit den Bildgegenständen: Sie tragen grundsätzliche Bedeutung, sie sind thematisch eingegrenzt, sie sind reduziert, es geht nicht um eine flirrende, überreizte Vielfalt, sondern um die Entfaltung des für das menschliche Leben Wesentliche. (Eva Maltrovsky)